Robert Fleck

Kunsthistoriker und Ausstellungskurator

Robert Fleck
43, chemin de Kerwegan
F-22300 Lannion

Prof. Dr. Robert Fleck, geboren 1957 in Wien, lebt seit 1980 in Frankreich. Nach seinem Studium an den Universitäten Wien, Innsbruck und Paris (u.a. bei Gilles Deleuze und Michel Foucault, Doktorarbeit bei Prof. Helmut Reinalter und Anton Pelinka) arbeitet er in den 1980er und 1990er Jahren als freier Kunstkritiker und Ausstellungsmacher.

Seine Laufbahn führte ihn von der Position des ersten Österreichischen Bundeskunstkurators (1991–1993) über die Leitung der Kunsthochschule von Nantes (2000–2003) zur Direktion der Deichtorhallen Hamburg (2004–2008) und der Intendanz Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn (2009–2012).

Von 2012 bis 2025 war Fleck Professor für Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Düsseldorf und von 2013 bis 2023 deren Prorektor und Rektorstellvertreter.

Fleck kuratierte Ausstellungen wie die 100-Jahres-Ausstellung der Wiener Secession („Das Jahrhundert der künstlerischen Freiheit“, 1998), „Manifesta 2“ in Luxemburg (mit Maria Lind und Barbara Vanderlinden, 1998), die Sektion bildende Kunst der ersten Turin Biennale (2000), die erste BBL-Biennale in Brüssel (mit Lynne Cooke, Chris Dercon und Hans Ulrich Obrist, 2002) und war 2007 Kommissär des österreichischen Pavillons der Biennale von Venedig (Künstler: Herbert Brandl).

Er ist Autor von 40 Büchern zur Kunst, Politik und Geschichte, u.a. „Avantgarde in Wien. Die Geschichte der Galerie nächst St. Stephan, 1954-1982. Kunst und Kunstbetrieb in Österreich“ (1982), „Gleichheit auf den Barrikaden. Die Revolutionen von 1848 in Europa. Versuch über die Demokratie“ (1991), „Die Biennale von Venedig. Eine Geschichte des 20. Jahrhunderts“ (2009, 2011), „Die Ablösung vom 20. Jahrhundert. Malerei der Gegenwart“ (2013), „Pierre Soulages“ (mit Hans Ulrich Obrist, 2017), „Yves Klein et l’Allemagne“ (2018), „Kunst im 21. Jahrhundert“ (2021), „Kunst und Ökologie“ (2023), „Mack – en face“ (2025).

Mitglied des CIMAM-Weltverband der Museen moderner und zeitgenössischer Kunst, 2002-2012 Member of the Board. Mitglied des Comité Scientifique des Musée Soulages, Rodez, seit 2021. Vorstandsmitglied der Mack-Foundation seit 2024 und der Helmut Federle-Foundation seit 2025.

Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres.

Wikipedia | Les Archives de la critique d’art | MACK FOUNDATION

„Die Geburt des Euro“ (2005) von Georg Jiri Doukoupil. Foto: Burkhard Maus